Donnerstag, 1. August 2013

Und Berlin war wie New York

Aloha meine Lieben,
wir haben August?! Ich glaubs ja nicht!
Nun erzähle ich euch aber auch endlich mal von meiner Reise nach Berlin, die...nunja..auch mittlerweile schon wieder zwei Monate zurück liegt.
Ja,mh, was solls, viel Spaß bei meinem Reisebericht ;-)

Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin 10.06-14.06.2013

Es war einmal eine Rockabillybraut names Jen die sich auf den Weg in die große weite Stadt, genannt Berlin begab...
Keine Sorge, ich beginne nicht wie im Märchen, denn das ist selbst mir zu kitschig.
Also noch einmal von vorne...
Der Spaß fand im Rahmen einer Klassenfahrt (Verzeihung, natürlich Seminarfahrt statt) und es ging am 10.6 um 9.15Uhr mit dem wunderbaren ICE von Essen aus los.
Eigentlich erwartet man ja, wenn man mit einem ICE fährt Pünktlichkeit, Schnelligkeit, Freundlichkeit...(ja, mir wurde auch erst später bewusst, dass es sich um die deutsche Bahn handelte).
Pünktlich kam der besagte zu schon einmal, allerdings verspätete sich unsere wunderbare Ankunft um etwa 3 Stunden, da zu der Zeit halb Deutschland überflutet war und wir eine Umleitung, über Magdeburg, nehmen mussten.
Die überaus charmanten Zugbegleiter versorgten uns schließlich mit wunderbarem und noblen Wasser ohne Kohlensäure (War das Ironie des Schicksals, dass man diese Wasserpäckchen gerade an dem Ort bekommen hat, an dem das Hochwasser einer sehr hohen Pegel erreicht hatte? Wenn so etwas "lustig" sein soll dann tuts mir leid liebe Bahn, denn das war NICHT lustig!)
Nach langem gondeln kamen wir dann auch in Berlin an, genauer gesagt am Hauptbahnhof. Für mich immer wieder ein schönes Erlebnis, da ich Berlin persönlich echt gerne mag, auch wenn ich selbst dort nicht wohnen möchte, aber eine Reise ist es immer wieder wert=)
(Ich erspare euch manche Fotos, da meine Digicam dort bereits schon anfing rumzuspinnen und die Fotos mehr als schlecht geworden sind, was aber nicht heißen soll, das ihr gar keine zu sehen bekommt ;-) ).
Vom Hauptbahnhof ging es dann direkt weiter nach Schöneberg zu unserem Jugendhotel/hostel?! Keine Ahnung wie man es nannte.
Wie drück ichs jetzt aus? Es war dort nett,mehr aber auch nicht.
Wenn ihr jetzt diesen wunderbaren Duschkopf seht, wisst ihr was ich meine

Als wir unsere wunderbaren Zimmer bezogen hatten, sind wir erstmal losgezogen und haben eine kleine, gemütliche Kneipe gesucht. Schnell wurden wir auch fündig und da gab es erstmal für mich ein Berliner Kindl Waldmeister. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die übermäßig viel trinken, aber wenn ich in Berlin bin, gehört ein Berliner Kindl einfach für mich dazu.
Sieht es nicht wunderschön aus ;-)
Dann gab es Abendessen, aber das konnte man sich wirklich knicken und ich war auch echt froh darüber, dass wir das Abendessen für die nächsten Tage nicht mitgebucht haben.
Nachdem wir alle mehr oder weniger gegessen haben, ging es mit der Bahn zum Regierungsviertel und von dort aus weiter zum Hauptbahnhof, weil wir da jemanden aus meiner Klasse abgeholt haben, der den Zug in Essen verpasst hat.
Der Abend war noch jung und obwohl viele jammerten "Müssen wir noch soviel laufen, wir wollen endlich feiern gehn bla bla bla" sind wir noch unter den Linden entlang gewandert (dort habe ich des besten frozen Joghurt in meiner Laufbahn gegessen) und sind am Checkpoint Charly geendet. Da ich noch solch einen großen Hunger hatte, bin ich schnell zu einer wohlbekannten Fastfoodkette reingehüpft, um mir da noch etwas auf die Schnelle reinzuflöten. Die Bedienung war schon wieder ganz nach meinem Geschmack und wir unterhielten uns über meine Haarblume und tauschten verschiedene Onlineshops aus. Da es nicht voll war, war dies auch möglich. Denn sonst hätte ich ja nie im Leben die Schlange hinter mit aufgehalten.
Weil ich dann aber auch keinen Nerv mehr hatte noch weiter zu wandern, bin ich wiedre mit eine paar Leuten zum Hotel zurück gefahren

Zweiter Tag

Am nächsten Tag haben wir gegen 10Uhr eine Spreefahrt unternommen. War ganz nett, brauchte ich persönlich aber nicht, da ich nicht so wirklich auf so Tuckerfahrten stehe. Im Anschluss hatten wir bis in die Abendstunden Freizeit, was auch nicht schlecht war, da es einige Läden gab, die ich unbedingt abklappern wollte=).
Eine Freundin und ich wollten unbedingt in das Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud (ich liebe Wachsfigurenkabinetts, da könnt ich Stunden verbringen) und wurden vorm Eingang von einem typen angequatscht, der uns mit herrlicher Berlinerschnauze zwei Tickets aufschatzen wollte. Ich guckte den erstmal total verwirrt an und dachte, das er und reinlegen will. Er wurde dann auch nach einiger Zeit ziemlich hibbelig und meint, das er es ernst meint und wir wohl nicht von hier kommen würden, da wir so misstrauisch sind usw.
Haben dann einfach mal auf gut glück die Karten genommen und eine Runde russisch Roulette gespielt und siehe da, der gute Mann hat uns gar nicht veräppeln wollen. So kamen wir um einiges günstiger in die Ausstellung. zuerst war es auch echt großartig und hat Spaß gemacht, aber als dann die blöden Schulklassen reinstürmten (natürlich an Politikern uns Co direkt vorbei. Beispiel vor Willy Brandt "Ey Alter, wer ist das denn, ist das nicht der Typ aus Russland?" Erde, Erde, mach dich auf...) war der Spaß dann leider auch sehr schnell vorbei.
Ich würde euch nun gerne Fotos zeigen, aber leider hat sie noch meine Freundin und die Eule meldet sich momentan nicht....
Nachdem wir uns erfolgreich durch die Schuklassen, die auch noch wahnsinnig gemüffelt haben, gekämpft haben, ging es weiter zu den Hackeschen Höfen.
Mir wurde nämlich von den beiden bezaubernden Ladys Petra und Sylvi  (An dieser Stelle nocheinmal ein herzliches Dankeschön!) wärmstens empfohlen, dort mal das Ladenlokal Class of Berlin aufzusuchen und was soll ich euch sagen? Mein Herz schlug höher, als ich die wunderbaren Kleidungsstücke sah, anfühlte und beschnupperte (Nee, natürlich habe ich daran nicht herumgeschnuppert). Der Clou war allerdings noch, dass es im unteren bereich, einer Art Keller, einen Friseursalon gab. Der Berliner weiß halt, wo und wie er sich stilsicher aufhübschen lässt

 Dieses Ladenlockal ist ein Zusammenschluss von vielen verschiedenen Desigern, die aus Berlin stammen bzw. dort ihren Sitz haben. Eine meiner Favouriten ist die Marke Marlenes Töchter. Die Designerin orientiert sich an originalen Schnitten aus den 20er-50er Jahren, misst alles selbst ab und schneider es selbstständig, was ich wirklich wunderschön finde.
Leider, leider wurde ich selbst an dem Tag nicht fündig und musste mich zurück halten, nicht in Tränen auszubrechen.
Etwas frustriert wanderten wir zu einem Diner ganz in der Nähe, dem Sixties. Vom Aussehen machte es echt etwas her und wirkte auch ansprechend. Die Musik war zunächst auch super, aber wenn dann plötzlich Justin Biber aus den Boxen dröhnt, finde ich das dann doch etwas verstörend, da es nicht die Musik ist, die man in diesem Ambiente erwartet. Das Essen war ganz in Ordnung. Klar, amerikanisches Fastfood ist immer fettig und oft auch ölig, aber das war selbst mir schon zu viel und zu übetrieben. Für des Preis gab es eine recht große Portion, über die man nicht meckern konnte.
Wandbemalung

Ich grübel schon die ganze Zeit...wer ist der Typ?!



Das schlimmste aber waren die Toiletten, sowas schmutziges ist mir bis jetzt noch nicht unter die Augen gekommen. Das Klopapier lag überall auf dem Boden verstreut und sie Toiletten an sich, ähnelten eher einer Kloake, also sowas muss doch wirklich nicht sein...
Nachdem nicht vorhandenem Einkauf und dem etwas, nunja, komischen Mittagessen sind wir Richtugn Friedrichshain gefahren, weil ich dort unbedingt zur Crazybox wollte. Mit diesem Onlineshop hatte ich bis jetzt schon sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht und auch vor Ort wurde ich nicht enttäuscht=).
Die Verkäufer waren super nett und auch wirklich hilfsbereit (für mich wurde lange im Lager rumgewühlt, um für mich das passende Shirt zu finden=D).
Dort machte ich dann auch eine wirklich gute Ausbeute, über die ich mich sehr gefreut habe.
Zum einen habe ich mir ein wunderbares T-Shirt von der Firma toofast gekauft und dann landeten noch zwei Paar Ohrringe in meinem Warenkörbchen, aber seht selbst.



Ich fand die Knöpfe einfach nur großartig

Das faszinierende ist/war, das ich eigentlich gar nicht auf Totenköpfe steh, aber dieses Shirt hat es mir dann doch angetan und musste mit.
Nach der dann doch erfolgreichen Einkaufstour, bin ich dann wieder erschöpft aber glücklich, zurück zum Hotel gefahren.
Den Abend haben wir alle zusammen in einer Karaokebar verbracht. An sich eine schöne Sache, hab mich dann aber dann doch noch sehr schnell mit einer Gruppe verkrümmelt, weil einige Leute aus meiner Klasse meinten, sich sinnlos besaufen zu müssen und da steh ich persönlich überhaupt nicht drauf.

Dritter Tag

Am Morgen wurde von den Lehrern angeboten, sich das Judenviertel Berlins anzuschauen und da ich diese Ecke bis dato noch nicht kannte, habe ich mich einfach mal ganz charmant angeschlossen und es war wirklich sehr interessant. Neben ein paar jüdischen Geschäften fielen mir auch wieder die buntbeklebten oder bemalten Wände auf (hat nichts mit dem Judenvirtel zu tun). Das ist es, was ich an berlin speziell so gerne mag, man findet überall Straßenkunst egal ob gewollt oder ungewollt und sowas finde ich einfach klasse. Klar gibt es dabei auch viele Schmiererreien und komische Dinge, aber ich hab für euch jetzt einfach mal die, für mich schönsten, interessantesten usw. rausgesucht, die mir so vor die Linse kamen.
Stimmen für den Mindestlohn



All you need is love

Ach, Mr Lennon persönlich ;-) Er ist auch irgendwie überall vertreten






Als wir an einem bestimmten Haus vorbei kamen lief es mir kalt den Rücken herunter. Es handelte sich um ein noch bestehendes Haus aus dem zweiten Weltkrieg in dessen mauern man die Einschusslöcher einer Splitterbombe sehen und fühlen konnte. Ich interessiere mich sehr für die deutsche Geschichte, egal ob es sich dabei um die Anfänge des Kaiserreichs, den ersten und zweiten Weltkrieg usw. handelt und deshalb hat mich dieses Gebäude an dieser Stelle schon sehr mitgenommen. Auf dem Bild wirkt es nicht so, wie es in natura auf einen wirkte.
An dieser Stelle endete dann auch erstmal unsere kleine und sehr interessante Führung durch das Judenviertel udn wir verkrümmelten uns erstmal in einen der schattigen Hinterhöfe, da es mittlerweile echt warm wurde.
In einem der Hinterhöfe gab es einen kleinen, schnuckeligen Laden, der kleine, selbstdesignte Dinge verkaufte. Dies allerdings zu stolzen Preisen.
Eine Figur, hat mir persönlich am Besten gefallen und die andere habe ich für eine Freundin fotografiert, weil sie diesen Bären so gerne mag.
Wo die wilden Kerle wohnen =)

Nach einem Liter Wasser und einer kleinen Verschanufpause haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und da wir ganz in der Nähe von Class of Berlin waren, wollte ich mein Glück einfach noch einmal probieren. Ich weiß nicht, ob ich speziell die Kleidungsstücke am Tag zuvor übersehen habe oder ob ich mit geschlossen Augen durch den Laden gestolpert bin. Auf jeden Fall sah ich eine wunderschöne Bluse in mintgrün und ein Bowlinghemd in schwarz/rot und da ich eh auf der Suche nach einer neuen Bluse war und schon immer ein Bowlinghemd haben wollte, probierte ich beide Kleidungsstücke an.
Sie passten und schwubbs, landeten sie im Einkaufskorb. Da frau ja schlecht ohne eine Kopfbedeckung verschwinden kann, landete auch noch ein wunderschöner Fascinator in meiner Tasche. Mehr durch Zufall sah ich dann auch noch, dass die Bluse und das Bowlinghemd von Marlenes Töchter waren, also ein doppelter Grund zur Freude.
Hier nun die erbeuteten Stücke


Das war ein Spaß es zu bügeln


Ich hab mich echt tierisch über meine Ausbeute gefreut und war richtig glücklich. Da ja eine Einkaufstour bekanntlich ein Loch in den Bauch treibt, hat es sich unsere vierer Gruppe in einem bayrischen Biergarten gemütlich gemacht. Sowas ist auch schon ein bisschen misteriös, wenn man sich mitten in Berlin in einen bayrischen Biergarten setzt, aber okay. Wir hatten einen Bärenhunger und freuten uns schon auf unser Schnitzen, aber was wir dann bekamen verdarb uns doch ein wenig die Laune.
Da war kein Schnitzel auf unserem Teller, sondern zwei Stücke unpaniertes Fleisch, die Pilze konnte man suchen (wir hatten uns jeweils ein Jägerschnitzel bestellt) und die Spätzle schmeckten irgendwie süß, sehr, sehr merkwürdig.
Nach dem missglücktem Mittagessen hat sich unsere Gruppe noch einmal aufgeteilt und ich bin mit Anna richtugn Synagoge gelaufen. Ein wahnsinng großer Bau, das muss man schon lassen. 
So viel Zeit hatten wir dann aber auch nicht, weil wir schnell nach Neu Kölln (ich habe keine Ahnung, ob es so richtig geschrieben ist. Falls nicht, klärt mich bitte auf) mussten, da dort unsere "alternative" Stadtfürhung stattfand.
Nunja, so alternativ, wie ich sie mir dann vorgestellt habe, war sie dann leider doch nicht. Wir liefen bei einer Affenhitze durch den Stadtbezirk zur Rütlischule.
Dort wurde uns gezeigt, wie schön sie restauriert wurde usw. Was hat das bitteschön mti alterntaiv zu tun?! Aber gut, war mitgebucht, also musste man auch mitlatschen. Dann wurd es dann doch etwas spannender, aber alternativer? Nö, nicht wirklich.
Wir gingen zur Bernauerstraße und dort wurde uns einiges wissenswertes über DDR - Flüchtlinge, die Mauer an sich und speziell Geschichten zu dieser Straße erzählt. Für mich war es wieder sehr interessant und dann kam die beste Frage von einer meiner Mitazubis, ich dacht ich werd nicht mehr

"War das im Osten damals nicht so schön oder warum wollten die flüchten?"

In solchen Momenten wünsche ich mir eine Mauer gegen die ich meinen Kopf immer wieder und wieder schlagen kann. Oh, mir wurde erst nachdem ich diesen Satz geschrieben habe, dass mauer an dieser stelle wohl kein gutes Beispiel ist. Dann halt ein dickes Buch.
Nach unserer Mauerwanderung ging es dann schnurstracks zu den Prinzessinnengärten. Zunächst dachte ich "Oh nein, was kommt denn nun?", wurde dann aber soch angenehm überrascht. Man taucht in eine komplett andere Welt ein, wenn man diese Gärten betritt und wandert mitten von der Großstadt in ein kleines, grünes Paradies der Kleingärten. Es war richtig schön, dort etwas zu verschnaufen und zur Ruhe zu kommen. Da ich einen riesigen Brand hatte (für alle nicht Ruhrpottler Brand = tierischen durst) musste schnellstmöglich etwas zu trinken her und da probierte ich eines der dort zu kaufenden Getränke.
Es war einfach nur köstlich und sehr erfrischend. Leider habe ich bis heute noch nicht herausgefunden, ob man dieses Getränk auch bei uns kaufen kann.
Natürlich durfte man nicht lange verschnaufen, schließlich musste man ja in ein paar Stunden ganz viele und ganz tolle, alternative Orte Berlins kennenlernen und so ging es dann nach vielem Hin und Her schließlich zum Zielort.
Dort hatte unser Stadtführer ein paar Tische für uns reserviert und es dauerte so wahnsinnig lange, bis unser Essen an die Tische gebracht wurde. 
Was das Essen an sich angeht, war es einfach nur köstlich auch wenn ich bis dato absolut nicht verstehen kann, warum wir uns nichts anderes als Pizza bestellen durften.
Nach diesem Berlinmarathon hatte ich dann aber auch keine Lust mehr, noch irgendwo anders herumzuschlurfen und habe mich schließlich Richtugn Hotel begeben. 
Mein Buch das ich mir mitgenommen habe, hat es gefreut und meine Füße haben es mir gedankt.

Vierter Tag

An diesem wunderschönen, wenn auch wieder sehr warmen Morgen ging es nach Potsdam. Eine wirklich schnuckelige Stadt und wir waren Gott sei dank nicht dort, um uns die mehr als interessante von Friedrich des großen anzuschauen.
Für uns ging es in ein ehemaliges Stasigefängnis, was ich persönlich sehr interessant fand. 
Wir bekamen zunächst eine Rundführung durch das Gefängnis und wer mochte, konnte sich in einer Zelle einsperren lassen.
Kühn wie ich ja numal bin, wenn ich möchte, habe ich mich einsperren lassen und es war einfach nur er Horror.
Von draußen drang kein Mucks in meine Zelle, Licht gab es auch nicht und ich konnte gerade mal sechs Schritte gehen und stieß schon an die gegenüberliegende Mauer an. 
Da habe ich mich ernsthaft gefragt, wie Leute das damals über Monate bzw. Jahre ausgehalten haben. 
Danach wurden wir in den Innenhof gehührt, in dem die Häftlinge ihren "Ausgang" hatten und auch da habe ich mich wieder in eine Freiluftzelle einsperren lassen. Dieses Mal allerdings mit Kamera und meinen Ausblick könnt ihr hier mit mir zusammen genießen
Herrlich,oder?
Nach diesem Freigang wurden wir in einen Vernehmungsraum geführt, in dem uns eine originale Vernehmung vorgespielt wurde, natürlich wurden Namen und Co nicht erwähnt.
Natürlich gab es auch wieder sehr tolle Gänse aus meiner Klasse, denen das ganze Wort wörtlich am Ar... vorbei ging und die dann meinten "Da waren sie Leute doch selbst dran schuld, hätten sie halt nicht so einen Aufstand gemacht".
Großartig, oder was meint ihr?
Im Anschluss gab es noch eine Gesprächrunde mit einem Zeitzeugen, die ich wirklich sehr interessant fand.
Nach dem Gespräch konnten wir uns wieder in Gruppen aufteilen und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung. Ich bin mit ein paar Mädels aus der Parallelklasse noch etwas in Potsdam geblieben, habe Souveniers für die Lieben daheim gekauft und dann kama uch wieder der wohlbekannte hunger an die Reihe.
Wir haben uns in diesem Dönerlokal so geirrt, es war einfach furchtbar. Der Döner, wenn man das Dinge überhaupt so nennen konnte, schmeckte absolut nicht und ertrank in einer Art Joghurtsoße, die wohl Tzaziki darstellen sollte.
Ich habe zunächst versucht, dieses Ding mit den Händen zu essen. Dies ist mir jedoch ziemlich misslungen, da das Brot so dünn war, dass mir der Inhalt wieder auf den Teller zurück fiel.
Wir waren auch schnell wieder in Berlin, da wir noch etwas für die Rückfahrt einkaufen wollten. 
Am Abend hat sich dann eine große Gruppe getroffen, um zu den Markthallen nach Kreuzberg zu fahren. 
Dort wurden Speisen zu sehr günstigen Preisen von zig verschiedenen Nationalitäten angeboten, aber weil es dort so verdammt heiß war, habe ich mich mit zwei Freundinnen in eine Tikibar verkrümmelt.
Für mich persönlich großartig und das reinste Paradies, denn was kann es schöneres geben als eine Tikibar und einen Shop miteinander zu kombinieren?
Genau, nichts. Wir haben uns erstmal gemütlich hingesetzt und ich schlürfte meine Africola. 
Das "Problem" war das wir genau neben dem Schaufenster saßen und hier seht ihr meinen Ausblick
Da kann man doch nicht wiederstehen und muss sich doch mal diesen Shop anschauen, auch wenn man nichts kaufen möchte. Nein gar nicht, vielleicht ein bisschen stöbern. Mh, vielleicht doch etwas kleines für zu hause, was es dort auch ganz bestimmt nicht gibt oder in nächster Zeit geben wird.
Also lass mal sehen...
Joar, nach einer Stunde (wärenddessen ist meine liebste Afri natürlich pipiwarm geworden) kam ich dann auch mit einer gutgefüllten und einer umso gutegeleerteren Geldbörse wieder aus dem Shop.
Zufällig sind dann doch ein paar Dinge im Warenkörbchen gelandet, zu denen diese zählen




Ich musste diese Kirschkette einfach haben und das großartige ist, sie ist einfach verdammt riesig und glitzert wie in einem Disneymärchen und warum ich die anderen beiden Ketten gekauft habe, muss ich nicht unbedingt erwähnen,oder?
Na gut, aber nur ganz kurz. 
Das Mikrophon erklärt sich ja von selbst, es ist einfach so schön 50er originalgetreut und die Betty Page Kette..tja..ich mag halt Betty Page.
Den Schlüsselanhänger habe ich schon seit längerer Zeit im Auge gehabt und nun halt einfach zugeschlagen.
Neben diesen wunderbaren Errungenschaften, ahbe ich mir noch zwei Sachen gekauft, die ich nicht abfotografiert habe, weil sie entweder immer in der Wäsche waren oder schon im Schrank rumbaumeln.
Ich hab mir halt noch ein TShirt mit dem Logo des Wild at heart gekauft und eine Baskenmütze im Leopardenstil.
Die liebe Betty weiß, wie lange ich mir schon eine Leopardenmütze gewünscht habe ;-)
Nach dieser grandiosen Shoppingtour haben wir uns wieder mit der anderen Gruppe an den Markthallen getroffen und haben uns eine Kneipe gesucht, in der wir den Abend gemütlich ausklingen lassen wolletn

Fünfter Tag und auch der letzte =(

Da wir diesen Tag noch fast komplett zur Verfügung hatten, habe ich ihn auch so gut es geht genutzt.
Zusammen mit einer Freundin habe ich meinen Koffer schon sehr früh zum Hauptbahnhof gebracht und ihn dort einschließen lassen, sehr praktisch, wie ich finde.
Dann sind wir erstmal mit einer Gruppe aus der anderen Klasse zum Ritter Sport Museum gefahren, aber ehrlich? Wenn ihr an eurem letzten Tag in Berlin wirklich absolut nichts zu tun habt und auch gar nicht wisst, was ihr noch mit eurer Zeit anstellen sollt, dann besucht es.
Ansonsten: Finger weg!
Es lohnt sich absolut nicht, da es ein reiner Lagerverkauf von Ritter Sport Tafeln ist und es nur als Museum verkauft wird.
Ich bin zwar sonst ein riesiger Ritter Sport Fan, aber dieses Mal hat es mir wirklich den Appetit verschlagen.
Da wir aber wirklich noch genug Zeit hatten, habe ich mich dann doch dazu breitschalgen lassen, einen Schokotrunk zu schlürfen.
War zwar lecker, aber selbst mir Zuckerschnute viel, viel zu süß.
 
 Danach sind wir mit unserer Kleingruppe noch zum Alex gefahren, nicht unbedingt einer meiner liebsten Orte, aber in Ordung, gibt schlimmeres.
Dort wurd dann erstmal gejammert wie anstrengend doch alles war usw.
Da ich auf sowas keinen Nerv hatte, bin ich einfach noch einmal zu den Hackeschen Höfen gefahren, nicht um etwas zu kaufen, sondern einfach nur zu bummeln.
Für mich allein, war auch mal ganz schön.
Gegen abend habe ich mich dann wieder mit der Kleingruppe am Hauptbahnhof getroffen und wir waren bei einem Italiener essen, der wirklich grandios war. I
ch weiß leider nur, dass es sich dabei um eine Kette handelt, aber sie sie genau heißt keine Ahnung.
Das Konzept ist auf jeden Fall, dass man sich seine Gerichte selbstständig zusammenwürfeln kann und sie vor deinen Augen zubereitet werden.
Jedenfalls hatte ich dort die beste Bolognese, die ich jemals gegessen habe.

Dort habe ich dann auch zum ersten Mal den Arizona Eistee Sorte Pfirsich probiert und vielen dank, seitdem bin ich nach diesem blöden Zuckergetränk süchtig
Dann hieß es auch schon "auf wiedersehen" Berlin!
Aber sei gewiss, ich kehre wieder zurück zu dir

Lets rock, Eure Jen

2 Kommentare:

Betty Bow hat gesagt…

Uuuuh, da bin ich ja mal auf das Leomützchen gespannt! :)

ette hat gesagt…

Wow, ein toller Bericht, danke.
Ich war so ewig nicht mehr in Berlin, ich hoffe ich komm bald mal wieder dahin. Und danke für die ganzen Shopping- und Essens-Tipps.
Ist immer schade, wenn man in einer Gruppe Leute hat, die alles und jeden durch den Kakao ziehen und sich für nichts anderes interessieren, als den nächsten H&M. Ich versuche inzwischen wegzuhören, aufregen bringt doch sowieso nichts.
Aber toll, dass ihr so viele historische Orte besucht habt, vor allem das mit dem Stasi-Gefängnis stell ich mir sehr eindrücklich und beklemmend vor.
Und ich bin auch jemand, der gerne auf eigene Faust fremde Städte erkundet und sich misantropisch von der Gruppe entfernt. Schön dass es noch andere gibt.
Und ich glaube der Unbekannte auf der Wandmalerei ist Henry Fonda (Spiel mir das Lied vom Tod). ;-)

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